Mit iOS 4 brachte Apple Transparenz in die Ortungsfunktion. Neben der Zustimmung zu Ort bei einer App sieht der Nutzer in der Menüzeile eine Kompassnadel, die ihm verrät, dass sein Aufenthaltsort jetzt übermittelt wird. In den Einstellungen kann man sehen, welche App in den vergangenen 24 Stunden die Lokalisierung genutzt hat. Was man allerdings nicht sieht, Apple kann immer schauen, wo der Nutzer gerade ist.

Mit neuen AGBs in iTunes stimmte der Nutzer zu, dass Apple konstant die Lokalisierungsfunktion in anonymer Form nutzen darf. Dabei geht es weniger um die Daten des GPS-Chips, als die Ortung mittels Mobilfunkmast und WLAN-Kennung (SSID). Apple sammelt die Daten, um seinen eigenen Ortungsdienst zu verbessern und nicht ständig auf die Hilfe von Fremdfirmen wie Skyhook Wireless angewiesen zu sein. Mit dem Kauf von Placebase.com und Poly9 hat sich das Unternehmen wertvolles Know-how in Sachen Landkarten und Ortung gekauft. Es gilt als wahrscheinlich, dass sich Apple aus der Abhängigkeit von Google Maps lösen möchte.

Wenn Apple durch die Vielzahl der Nutzer weiss, welcher WLAN-Sender wo steht und welches Gebiet ein Funkmast abdeckt, lässt sich der Nutzer auch ohne Sichtverbindung zum Satelliten orten. Aus Bewegungsdaten als auch der geballten Ansammlung von Nutzern lassen sich interessante Schlüsse ziehen. Die Daten sind für die eigene Werbeplattform iAd für lokale Anzeigen aber auch Veranstaltungs- und Verkehrs-Apps hoch interessant. Doch Apple verspricht, die Erkenntnis nicht an Dritte weiter zu geben.

Öffentlich wurde die konstante Ortung durch Apple, da zwei amerikanische Kongressabgeordnete sich per Brief an Steve Jobs wandten. Das komplette Antwortschreiben von Apples Rechtsvertreter Bruce Sewell bei Cnet veröffentlicht.

3 KOMMENTARE

  1. …heisst das nun, dass wenn Apple meine GPS-Daten des iPhones „übermittelt“ bei mir jedesmal GEBÜHREN anfallen, die ich bezahle und ich diesen „Dienst“ aber nicht ausschalten kann? Das wäre ja die OBERFRECHHEIT!

  2. NÄCHSTER SCHOCK FÜR IPHONE 4 NUTZER:
    Blogger aus USA haben zwei neue Todesgriffe für das iPhone 4 entdeckt – der nächste Skandal ist perfekt, da sich die Probleme sogar bis zur ersten iPhone-Generation reproduzieren lassen. Sie betreffen das Kamera-Modul und verhindern im schlimmsten Fall das Telefonieren.

    So haben zwei zwölfjährige Texaner festgestellt, dass der Angerufene den iPhone-Nutzer nicht mehr hören kann, wenn dieser beim telefonieren einen Finger auf das Mikrophon legt.

    Aus Utah erreichte uns die Meldung, dass auch die Kamera keine brauchbaren Fotos mehr liefert, sobald man das iPhone falsch hält und einen Finger vor der Linse platziert.

    Doch auch die weltweit mit viel Presse-Echo bedachte Entdeckung zweier ebenfalls amerikanischer Blogger, daß das iPhone nach mehrmaligem Fallenlassen auf Beton beschädigt wird, könnte bereits Schnee von gestern sein: aus Redmond wird vermeldet, dass das iPhone 4 unerträglich zu stinken beginnt, wenn man voher draufsch***.

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