Ey, schaut mal. Das ist mein Video vom Wochenendausflug.“ Und schon beugen sich in der Berliner Bar vier Augenpaare über den iPhone-Bildschirm. Doch selbst bei einem iPhone 6s sind das gerade mal knapp zwölf Zentimeter in der Diagonale. Für die rasante GoPro-Aufnahme des Snowboard-Stunts viel zu klein. Warum kann man eigentlich nicht mehrere iPhones koppeln und als großen Bildschirm nutzen? Diese Frage stellte sich die Gründer des Berliner Start-ups Appfreu.de und liefern auch gleich die Antwort: Let´s Zack!

Drei iPhones – ein Video

Mit der App verbindet man bis zu drei iPhones im Hochkant-Format zu einem Monitor. Als Film-Quellen dienen eigene Videos, YouTube, Vimeo, GoPro-Aufnahmen und Google. Für die Verbindung muss Bluetooth auf allen Geräten deaktiviert sein. Danach bestimmt man ein Abspiel-iPhone als Master. Zwei weitere iPhones können als „Slaves“ verbunden werden.

Nach der Auswahl des Videos müssen die Daten zunächst auf den Clients gebuffert werden. Dieses Zwischenspeichern kann je nach Video-Länge ein paar Sekunden bis zu einigen Minuten dauern. Ist das abgeschlossen, tippt man auf einen Zack-Button und nach einem Countdown startet die Wiedergabe. Der Ton wird nur vom Master-iPhone abgespielt. Während der Wiedergabe des Videos kann man es mit zwei Fingern zoomen oder auf dem „Groß“-Bildschirm verschieben.

zack app video iPhone

Der Rand bleibt

Am Einführungstag (19. November 2015) ist die App kostenlos, danach kostet sie 2,99 Euro – pro Gerät.

Am besten, man verbindet identische iPhone-Modelle (mindestens mit iOS 8.2 oder neuer). Im Test hatte ich ein iPhone 6 und ein iPhone 5 gekoppelt. Dabei stört natürlich die unterschiedliche Größe des Bildausschnitts. Etwas störend wirkt auch die Lücke zwischen den Geräten. Mit Hülle und Rand ist das ein guter Zentimeter, der da durch das Bild „läuft“.

Dennoch ist die App eine prima Idee, die wunderbar funktioniert. Mit gerade mal sieben Megabyte ist die erste Version der App auch erstaunlich „schlank“. Doch bezweifle ich, dass Freunde und Bekannte für ein Video spontan bereits sind, drei Euro für die App zu investieren. Doch in einem festen Freundeskreis, in dem Videos regelmäßig die Runde machen, dürfte sich die Anschaffung durchaus lohnen und vor allem viel Spaß machen.

let's zack
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Entwickler: appfreude
Preis: Kostenlos

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