Apples erfolgreicher AppStore könnte in naher Zukunft in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft fragmentiert werden. Für die Nutzer wäre das eine große Belastung. Bislang funktioniert jede App auf jedem iPhone, ja sogar auf dem iPod touch – die Telefonfunktionen mal ausgenommen. Man muss sich beim Kauf also keine Gedanken machen, ob die Applikation laufen wird oder nicht. Das könnte sich bald ändern, schreibt engadget.

Dann sähe es so aus, wie auf den Kaufplattformen für Smartphones mit Symbian-Betriebssystem. Da muss man vor einem Kauf sehr genau prüfen, ob das jeweilige Telefon-Modell von der Software unterstützt wird. Hintergrund: Das neue iPhone 3G S (erhältlich ab dem 19. Juni 2009) nutzt eine neue Version von Open GL. Dies ist eine Spezifikation für die Entwicklung von 3D-Grafiken, also vor allem für die Entwicklung von Spielen sehr nützlich. Bewegungsabläufe wirken deutlich realistischer mit der Version 2.0, die das neue iPhone nutzt. Leider ist Open GL 2.0 nicht abwärtskompatibel. Das heißt, neue Spiele und andere Apps würden nicht auf den iPhones der ersten und zweiten Generation funktionieren.

Die Spieleindustrie dürfte der Schritt zur Version 2.0 freuen, da sie das iPhone als perfekten Absatzkanal ihrer Produkte für sich entdeckt haben. Ein Teil des AppStore-Erfolges ist jedoch gerade seine Einfachheit, die man damit aufgeben würde. Alle Geräte haben ein und dasselbe Bildschirmformat (480 x 320 px), alle Apps laufen auf allen Geräten, heruntergeladen wird am Rechner oder unterwegs und die Bezahlung erfolgt schnell und einfach. Die bessere Grafikqualität könnte zu einem Hemmschuh der weiteren Entwicklung werden oder zu getrennten AppStores führen – einen für Gamer und einen für den Rest.

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