Über den Ausdruck „Barely Legal Teens“ ist Apples Porno-Filter gestolpert und hat eine iCloud-Mail nicht an den Empfänger ausgeliefert. Weder Absender noch Empfänger erhielten eine Nachricht oder war im Junk-Ordner zu finden. Die Eigenmächtigkeit von Apple erregt die Gemüter in den USA.

Ein Drehbuchschreiber hatte ein Entwurf von seinem iCloud-Konto mit PDF-Anhang verschickt. Darin tauchte der Ausdruck auf, der eigentlich in der Porno-Branche Minerjährige oder zumindest so aussehende Mädchen beschreibt. Mein Selbstversuch kam zu dem Ergebnis, dass drei Mails mit eindeutig pornografischem bzw. sexuellem Inhalt anstandslos von der iCloud zugestellt wurden.

Wer die iCloud-Nutzungsbedingungen aufmerksam gelesen hat, weiß, dass Apple nach eigenem Gusto Mails löschen darf: „Apple behält sich jedoch das Recht vor, jederzeit zu überprüfen, ob Inhalte angemessen sind und mit dieser Vereinbarung übereinstimmen, und kann ohne vorherige Ankündigung und in seinem alleinigen Ermessen Inhalte jederzeit vorab sichten, verschieben, ablehnen, modifizieren und/oder entfernen, wenn diese Inhalte diese Vereinbarung verletzen oder in sonstiger Weise anstößig sind.

Gegenüber Business Insider bestätigte Apple-Sprecherin Tudy Miller, dass in diesem Fall der Spam-Filter zugeschlagen hat. Warum die Mail dann aber nicht im Junk-Filer des Absenders liegt, könnte Miller nicht erklären. Test-Mails der MacWorld-Redaktion ergaben, dass der Spam-Filter auch zuschlagen kann, wenn der Ausdruck in einem völlig harmlosen Kontext verwendet wird: „My friend’s son is already allowed to drive his high-powered car. It’s ridiculous. He’s a barely legal teenage driver? What on earth is John thinking„. Eine Mail mit dem Text kam durch, eine zweite fing die iCloud ab.

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